Ob künstliche Intelligenz, Smart Data oder Blockchain – all diese großen Trends werden uns in den kommenden Jahren konstant begleiten und die Handelsseite wie auch die Prepaidindustrie zu Veränderungen und Innovationen bewegen.

Diese Entwicklungen sind jedoch nichts ohne die Konsumenten und ihre Bedürfnisse, die diese Trends erst mit der nachhaltigen Nutzung neuer Angebote wie Self-Checkouts oder Mobile Wallets langfristigen Erfolg verleihen werden. Doch welche Bedürfnisse, welche Einkaufs- und Nutzungsverhalten insbesondere im Hinblick auf den Bereich Prepaid und Bezahlmethoden von Konsumenten sollte die Branche im Blick haben?

 

In der Bundesrepublik regiert die Vielfalt

Die Deutschen weisen bezogen auf die Bezahlgewohnheiten deutliche Unterschiede im internationalen Vergleich auf. In der Bundesrepublik regiert die Vielfalt: Bargeld neben bargeldlosem Bezahlen, Mobile Wallets neben Geldscheinen in der Geldbörse, Münzen neben intelligenten Endgeräten wie Smartphone oder Smartwatch, Giro- neben Kreditkarte, herkömmliche neben alternativen Bezahlmethoden. Beispielsweise nutzen Männer Gutscheine als alternatives Zahlungsmittel im Internet deutlich häufiger (zu 78 Prozent) als Frauen (68 Prozent), wie unsere aktuelle Verbrauchertrendstudie zeigt.

Die Vielfalt an aktuellen Bezahlmethoden ist gleichfalls auch Ausdruck einer heterogenen Bedürfnislandschaft in Deutschland, die es durch passende Angebote vollständig oder fokussiert auf einzelne Lösungen für den Handel abzubilden gilt. Als einziger unabhängiger DK Netzbetreiber in Deutschland hat sich epay entschieden, als 360°Full-Service-Anbieter alle möglichen Zahlungsarten, sowohl am POS, Mobile als auch im eCommerce für Verbraucher und Handel anzubieten. Daher haben wir unsere Lösungen als Plattformgedanken umgesetzt und können nun sowohl für den Einzelhändler, als auch für den nationalen und internationalen Händler, Akzeptanzen anbieten, die sowohl über verschiedene Arten von Terminals als auch über Kassenintegrationen funktionieren. Damit können wir die Akzeptanz jeglicher aktuell bestehenden als auch zukünftigen Zahlarten anbieten – unabhängig davon, ob der Verbraucher mit einer klassischen Zahlkarte oder mit einem tragbaren Endgerät wie Smartphone zahlt und unabhängig davon, ob das Bezahlmedium via Magnetstreifen, Chip, NFC, über Barcode oder QR Code eine Interaktion zeigt.

 

In der Bundesrepublik regiert leider auch noch Unsicherheit

Der Weg von der Münze zum Bezahlen per Smartphone hat unwiderruflich begonnen und einige Entdeckergeister profitieren bereits von den Vorteilen des mobilen Bezahlens. Wie eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V. im Juni 2018 ergab, sind die Entdecker insbesondere die jüngere Generation im Alter von 16 bis 29 Jahren. Über die Hälfte von ihnen kann es sich z.B. vorstellen, mit dem Smartphone zu bezahlen – doch angesprochen auf die Sicherheit dieser Bezahlinnovationen, haben auch sie derzeit noch Vorbehalte. Diese Sicherheitsbedenken ziehen sich laut Studie sogar durch alle Altersschichten. Es gilt also nicht nur Antworten auf die unterschiedlichen Verbraucherbedürfnisse mittels Angebotsvielfalt zu geben, sondern den deutschen Markt gemeinsam zu entwickeln und mit Investitionen und Angeboten in Form von qualitativen Mehrwerten für das „digitale Bezahlen“ zu gewinnen. Es erfordert Aufklärung und Anwendungsbeispiele, die diese Mehrwerte schaffen und Unsicherheit abbauen. Mobile Payment muss viel mehr mit Produkten wie Loyalty und Couponing verknüpft werden, das gilt auch für den eCommerce und auch zukünftig, wenn das eAuto automatisch den Strom an der Ladesäule bezahlt und der Vorgang des Bezahlens „unsichtbar“ wird. Dazu bedarf es mehr Innovation und vor allem Kollaboration der verschiedenen Akteure auf dem Markt.